Osteopathie

                    

 

Sie ist eine ganzheitliche, manualtherapeutische Form der Medizin und  dient der Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen des Organismus. 
Leben bedeutet: alles ist in Bewegung und fließt. Dort wo Stillstand und Stau ist können sich Störungen entwickeln.
Jede Körperstruktur hat ihren eigenen Rhythmus: das Herz schlägt kontinuierlich, die Lungen bewegen sich im Atemrhythmus, die Verdauung folgt der peristaltischen Welle. Blut, Lymphflüssigkeit und Gehirn- / Rückenmarksflüssigkeit fließen im eigenen Rhythmus entlang ihrer Bahnen.
Einschränkungen von Bewegungen und mögliche Fixierungen können sich über anatomische Verbindungen in andere Körperregionen übertragen, so dass lokal auftretende Symptome nicht unbedingt dort auch ihre Ursache haben. So können z.B. Narben, Operationen, Unfälle und (psychische) Verletzungen Bewegungseinschränkungen zur Folge haben.
Durch gezielte, sanfte Griffe des Osteopathen werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und Blockaden gelöst, damit der Körper wieder in sein Gleichgewicht zurückfinden kann.

Das  Fundament der Osteopathie:

  1. Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele

  2. Struktur und Funktion bestimmen sich wechselseitig

  3. Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte

 

Die drei Säulen der Osteopathie

Partietale Osteopathie
untersucht wird:
die freie Beweglichkeit von Gelenken, Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern

Viszerale Osteopathie
untersucht werden:
die Aufhängesysteme der inneren Organe und des Verdauungstraktes und die damit verbundene freie Beweglichkeit im Bauchraum. Nur dann ist die Versorgung  optimal für das Organ und ihr "Funktionieren" gewährleistet

Cranio Sacrale Osteopathie
untersucht wird:
die freie Beweglichkeit der Schädelknochen, der Hirnhäute und des Hirngewebes
die freie Beweglichkeit des Kreuzbeins zwischen beiden Darmbeinschaufeln
das optimalen Fließen der Hirnflüssigkeit / Liquor

Geschichte der Osteopathie

Andrew T. Still, der Begründer der Osteopathie wurde am 6. August 1828 in Jonesboro, Virginia, USA geboren. Er begann 1853 als Lehrlingsdoktor bei seinem Vater und arbeitete von 1861-65 als Arzt und Chirurg in der Armee. Durch die Studien über Phrenologie, Mesmerimus,  Evolutionstheorien, Spiritualismus, Magnetismus, bone-setting und vielseitige Kenntnisse der Anatomie entdeckte Andrew T. Still das Prinzip von Ursache und Wirkung und bricht von da an mit der traditionellen Medizin.
1892  bekommt Andrew T. Sill vom Staat die Charter, die es ihm erlaubt osteopathische Wissenschaften zu unterrichten. Die „American School of Osteopathy (ASO) in Kirksville, Missouri, wird gegründet.
1904 praktizieren bereits über 4000 „Doctors of Osteopathic Medicine“  D.O.s
12. Dezember 1917 stirbt Andrew T. Still als „Kirksville’s first citizen“
Martin Littlejohn ( *1865, Glasgow) und William G. Sutherland (* 1873-1954, Wisconsin),  H. Magoun, R. Becker, A. Wales, R. Fulford , J. Jealous, J. Barall entwickelten und entwickeln die Osteopathie weiter. Seit ca. 60 Jahren verbreitet sich die Osteopathie in vielen europäischen Ländern kontinuierlich aus und wird stets weiterentwickelt. Die Ausbildung erfolgt über ein 4-6-jähriges berufsbegleitendes Studium für Ärzte, Physiotherapeuten und Heilpraktiker oder über ein 5-jähriges Vollzeitstudium bei medizinisch nicht vorgebildeten Schülern.

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